Mittwoch, 10. April 2013

Eine etwas ausführlichere Berichterstattung der letzten Tage und Wochen


Inzwischen sitze ich auf der Interislander Fähre von Wellington nach Picton und habe endlich ein wenig Zeit die letzten Tage Revue passieren zu lassen und euch zu schreiben. (Jetzt wo ich endlich mal Internet habe, ist auch das wieder ein paar Tage her, aber naja)

Die paar Tage die eigentlich nur auf Waiheke verbringen wollte, sind letztendlich dann doch 6 Wochen geworden. Das heißt, dass ich jetzt nur gut vier Wochen zum Reisen habe, da ich am 10. Mai schon wieder auf der kleinen Insel sein möchte, um Angus zu begrüßen, Tims Geburtstag zu feiern und Claus und Tim zu verabschieden.
Ein Monat für die komplette Südinsel mag knapp erscheinen, aber ich hab die Zeit auf Waiheke mit all den wunderbaren Freunden und Leuten einfach so sehr genossen, dass ich einfach nicht weg konnte. Immer gab es einen Grund um noch ein paar Tage länger zu bleiben. Sei es eine Party, die Hochzeit von John und Mia, die Bitte meines alten Chefs doch nochmal ein Wochenende im Restaurant zu arbeiten oder einfach nur ein weitere Dinnereinladung der Tschechen in der Barn.
Die 1 ½ Monate sind verflogen und ich würde die Zeit als die bislang beste meiner Reise beschreiben. Und über die Südinsel kann ich auch noch in 30 Jahren wandern.

Aber jetzt bin ich ja schon wieder ein paar Tage unterwegs und habe wieder viel erlebt.
Das erste Highlight war die Wanderung am Mount Tongariro. Diese Tageswanderung gehört (angeblich) zu den 10 schönsten der Welt. Morgens um 5.45 setzte ich mich mit vielen anderen Backpackern in eine Bus und wurde an den Fuß der Berge gefahren. Hier tat ich mich mit Yannick und Stefan zusammen, die das gleiche Ziel hatten wie ich: Nicht nur zu den Seen des Tongariro wandern, sondern auch den Berg zu erklimmen, der in Herr der Ringe den Schicksalsberg gespielt hat. Gesagt, getan. 2300 Höhenmeter und die damit verbundenen Schwierigkeiten später, standen wir am Krater des Mount Doom. Leider hab ich den einen Ring wohl unterwegs irgendwo verloren, ich muss also unbedingt nochmal hoch. Die Sicht war nicht so beeindruckend, überall waren Wolken und Nebel, trotzdem war es eine unglaubliche Erfahrung diesen Berg zu besteigen. Zwischendurch dachte ich immer wieder, ich würde es nicht schaffen, aber die anfeuernden Worte meiner Mitstreiter haben mich dann doch jede Geröllstrecke überwinden lassen. Die anschließende Wanderung zu den Lakes des Mt Tongariro erschien uns dann wie ein Spaziergang. Hier war die Aussicht am Ende aber mindestens genauso beeindruckend. Worte können die Schönheit der Vulkanlandschaft mit all seinen unterschiedlichen Farben und Formen kaum beschreiben, daher muss ich hier einfach auf die Bilder verweisen. Entweder schaff ich es noch welche hochzuladen oder ihr müsst einfach mal googlen.
Irgendwie sind wir bei der wunderbaren Aussicht hängen geblieben und so mussten wir den Rückweg, für den eigentlich 3 ½ Stunden eingeplant werden , in weniger als zwei Stunden schaffen, sonst hätten wir unseren Bus zurück verpasst. Aber wer den Schicksalsberg bezwingen kann, schafft auch das! Und ich habe noch nie einen so ruhigen Bus voller Backpacker gesehen, alle waren kaputt und am schlafen.

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