Montag, 24. Dezember 2012

17.12 bis 20.12 -Whangarei


Am Montag hab ich Auckland im Reisebus von Kiwiexperience mit etwa 30 anderen Backpackern Richtung Norden verlassen. Für mich war die Fahrt nach 150km in Whangarei vorbei, für die anderen ging es weiter nach Paihia.
Von Whangarei wollte ich am Dienstag meinen Tauchgang zu den Poor Knight Islands starten, aber darüber später mehr.
Erst einmal suchte ich mir ein nettes kleines Hostel am Stadtrand. Von den 10 Gästen waren 8 Deutsch, wir sind wirklich überall... 5 Backpacker, wie ich, nur ein bisschen jünger und ein Ehepaar auf Neuseelandreise.
Mittags machte ich mich mit drei der Jugendlichen auf Empfehlung unseres Gastherren auf den Weg zum „Native Bird Recovery Centre“, einer winzigen und freiwillig geführten Auffangstation für Vögel. Klingt nicht wie das typische Ausflugsziel von vier abenteuerlustigen Backpackern? Weit gefehlt! Denn hier wohnt der einzige Kiwi Neuseelands, den man anfassen darf! Die flugunfähigen Vögel sind nicht nur Namensgeber der Frucht und der Einwohner, sondern auch sehr selten, scheu und in freier Natur fast unmöglich zu finden. Und nach nicht einmal einer Woche in diesem wunderbaren Land, wurde mir schon die Möglichkeit geboten ein Kiwi zu streicheln. Ein sehr guter Start!
Eine weitere Attraktion war der weiße Pfau, der dort lebt. Ein wunderschönes Geschöpf, einfach unglaublich. Und als ich ihm Wolverine, das Lama, zugeworfen hab, um ein Photo von den Beiden zu machen, hat er sogar seine Federn aufgestellt.
Abends hab ich lecker gekocht und mich noch mit dem Kanadier und dem anderen Deutschen unterhalten.

Dienstag
Um 7 wurde ich zum Tauchen abgeholt. Eine dreiviertel Stunde dauerte die Fahrt nach Tutukaka, dem kleinen Ort von dem das Boot zu den 23 km entfernten Poor Knight Islands ablegte. Etwa 30 Taucher und Schnorchler aus aller Welt wollten die Unterwasserwelt zusammen mit mir entdecken. Leider war es ziemlich kalt und regnerisch und das Wasser etwas unruhig. Und eins kann ich nach der Tour mit Sicherheit sagen: Ich bin nicht Seefest! Ich war die ganze Zeit Seekrank, das hat den Ausflug ein bisschen getrübt. Aber zum Glück ging es mir während der zwei Tauchgänge halbwegs gut. Und alle Passagiere und die Crew hat sich rührend um mich gekümmert.

Die Flora und Fauna ist nicht ganz so schön wie in Thailand, aber nicht minder spannend und beeindruckend.
Bei der ersten Tour hab ich einen großen Rochen gesehen und wurde von einem Fisch gebissen (aber keine Sorge, nicht doll, der wollt nur mal gucken...).
Beim zweiten Tauchgang mussten wir erst durch einen Tunnel tauchen und dann wieder auftauchen. Und plötzlich befanden wir uns in einer wunderschönen offenen Höhle, deren Wände mit Bäumen bewachsen war. Der Anblick waren die mehreren Stunde Übelkeit wert!
Den Rückweg hab ich zum Glück größtenteils verschlafen.
Im Hostel war ich immer noch so erschöpft, dass ich gleich weiter geschlafen hab.

Am Mittwoch waren wir dann nur noch zu zweit im Hostel. Ich und Tom aus Kanada. Wir beschlossen eine kleine Wanderung um den Whangareifall zu unternehmen. Ich durfte mit seinem Auto hinfahren, und ich wurde nicht einmal von der Polizei angehalten, wie das letzte mal als ich in Schottland versucht habe auf der linken Seite zu fahren.
Der Wasserfall ist ungefähr 30 m hoch und tatsächlich der erste richtige Wasserfall den ich live gesehen habe (richtig in dem Sinne, dass er wirklich fällt und nicht nur einen Berg runter tröpfelt).
Am Boden des Falls kamen wir dann mit einem Einheimischen ins Gespräch, der sich uns auf der bevorstehenden Tour anschloss. JayJay, von Beruf Professional Opossum Killer, führte uns die nächsten drei Stunden durch die Wälder und erzählte uns alles mögliche über die Jagd, die Bäume, Tiere,...
In diesem wunderschönen Land ist es fast überflüssig zu erwähnen, dass es hier selbstverständlich auch umwerfend war.
Ich kann immer noch nicht ganz glauben, dass das Land, von dem ich in den letzten Jahren so viele Bilder gesehen hab, tatsächlich real ist und die Photos nicht bearbeitet wurden. Es ist hier wirklich so schön. Sogar noch schöner, denn kein Bild der Welt, kann die umfassende Schönheit mit all seinen Geräuschen, Gerüchen und Bewegungen einfangen.
Abends haben Tom, ich und ein Neuankömmling aus der französischen Schweiz zusammen gekocht und geplaudert.

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