Dienstag, 30. Oktober 2012

Kochen und mein Tag als Mahout


Weil ich etwa zwei Stunden vor meinem Hostel warten musste,das öffnete erst gegen 9, hatte ich genügend Zeit mir einen Überblick über das umfangreiche Aktivitätenangebot von Chiang Mai zu verschaffen. In dutzenden Flyern wurde für Massagekurse, Kochkurse, Dschungeltrekkingtouren, Fahrradtouren, Elefantentouren, etc pp geworben. Ich entschied mich für einen Kochkurs am Nachmittag und einem Elefanten-Mahout-Tag, von dem eine Backpackerin aus Bangkok schwärmte, am Sonntag.
Das Hostel war relativ...einfach. Und entsprach auch nicht wirklich der Beschreibung im Internet. Liegt vllt auch daran, dass ich im Mojitohouse und nicht im Mojitogarden, das ich eigentlich gebucht habe, gelandet bin. Aber für 2,50 € pro Nacht sollten die Ansprüche nicht zu hoch sein.
Und immerhin hatten wir einen Ventilator...Yiehah

Mittags wurde ich dann von meiner Kochschule abgeholt. Wie sich raus stellte war ich in dem Kurs die einzige Schülerin. Mir wurde dann von der Lehrerin und zwei, drei Assistentinnen gezeigt wie ich Pad Thai, Springrolls, Tom Yum Soup und ein Curry zubereite. Die Gerichte durfte ich mir vorher aussuchen. War auch alles sehr, sehr lecker.

Zurück im Hostel durfte ich dann Naom, meinen Zimmergenossen kennen lernen. Mit ihm zog ich dann durch Chiang Mai über den Weekendmarket und anschließend über den Nightmarket. Beides Märkte auf denen es eigentlich immer das gleiche gibt, schönen Dekokram den ich nicht 10 Monate mit mir rumschleppen will oder Kleidung die ich auch nicht brauche.
Es ist allerdings auch schön einfach zu gucken und ein paar der hunderten Köstlichkeiten (oder auch weniger Köstlichkeiten) zu probieren. Die Fruchtsäfte sind immer noch meine Favoriten! Aber nicht die aus Zuckerrohr, der war eher eklig...

Am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr zu meinem Mahouttraining, bei dem ich lernen sollte mit Elefanten umzugehen.
In einer kleinen Gruppe von 6 Leuten wurden wir etwa 100 km aus der Stadt rausgefahren. Mit mir eine dreiköpfige australische Familie, ein Niederländer und eine Französin, beide so um die 40.

Nachdem wir das passende Outfit bekommen haben, wurden wir auch schon zu den ersten Elefanten geführt. Auf einem „kleinen“ Elefanten wurden uns erst einmal gezeigt, was wir sagen müssen damit der Elefant macht was wir wollen. Hören erstaunlich gut diese Dickhäuter.
Abwechselnd durften wir dann zu unserem ersten Ziel reiten. Durch Reisfelder und Urwald gings zu einer kleinen Hütte im Dschungel, wo wir unser Mittagessen zubereitet haben. Anschließend gings endlich auf die richtigen Elefanten. Die sehr nette Französin und ich wurden einem gut 2 ½ Meter hohem Tier zugeteilt. Auf dem ging es dann knapp 2 Stunden durch den Dschungel, Berg auf, Berg ab, im Tal ein Fluss, dessen Rauschen die Geräuschkulisse des Walds neben uns perfektionierte. Zwischendurch immer wieder wunderschöne Blütenfelder.
Das Reiten eines Elefanten ist absolut nicht bequem. Nicht nur, dass man verdammt hoch sitzt und Angst hat runter zufallen, sondern auch, dass die Haut von ziemlich borstigen Haaren bedeckt ist, die gerne mal pieksen. Außerdem schlackert der dauernd mit seinen Ohren rum und schlägt so die Beine.
Nichtsdestotrotz hatten wir sehr viel Spaß und es war ein einmaliges Gefühl auf dem Riesen sanft durch den Dschungel getragen zu werden und die bombastische Aussicht zu genießen.
Das Highlight war das durchqueren eines Flusses mit anschließender Bade und Spielsession mit unseren Reittieren.
Am Ende gings im Schlauchboot per Wildwasserrafting zurück zu unserem Lager und anschließend zurück in die Stadt zu unseren Hostels bzw Hotels.
Ein unvergessliches Abenteuer, das durch die fleißige Fotografin, die uns begleitet hat und deren Bilder uns am Ende auf CD ausgehändigt wurden, auch sehr umfangreich festgehalten wurde.

Den restlichen Abend konnte ich aus Erschöpfung nur in meinem Hostel oder in nähester Umgebung zur Nahrungsmittelsuche verbringen.

Bilder links =)

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